
»Karl May †. Am 30. März hat der Tod die Augen eines Mannes gebrochen, der als ungewöhnliche Erscheinung auf der Straße des Lebens gewandelt: Karl May. In seinem Heim zu Radebeul bei Dresden ist der 70jährige Greis aus dem Irdischen geschieden […] Welchen Einfluß dieser durch seine ungewöhnliche Begabung, wie durch seine eigenartige Lebensgestaltung merkwürdige Mann auf seine Zeitgenossen ausübte, ist bekannt: Jahrzehnte hindurch gebot er über Legionen von Verehrern und Bewunderern. Die Zeit wird entscheiden, was und wieviel von seinem geistigen Schaffen der Nachwelt vererbt werden soll. […] Wir stehen an seiner Gruft und weihen dem entschlafenen Freund den Abschiedsgruß, der zu seinem Gedankengang am besten paßt: Mit ihm sei der Friede!« – Nachruf im ›Deutschen Hausschatz‹, April 1912.
